Sanierung Bürogebäude Unia Zürich
Das über 50-jährige Bürogebäude der Gewerkschaft Unia erhielt 2014 eine Metall-Glasfassade, wodurch sich das sommerliche Raumklima deutlich verschlechterte. Plan-K entwickelte ein Raumklima- und Energiekonzept und begleitete die Umsetzung. Bei der Sanierung 2023 wurden die abgehängten Decken entfernt, sodass die Gebäudestruktur als thermischer Kurzzeitspeicher genutzt werden kann. Brüstungsklimakonvektoren mit raumnahen Systemtemperaturen (26 °C Heizen, 20 °C Kühlen) sowie eine Verbundlüftung gewährleisten hohen Komfort bei sehr geringem Energiebedarf.
Detailangaben
| Objekt | Bürogebäude Unia, Strassburgstrasse 11, Zürich |
| Bauherrschaft | Gewerkschaft UNIA, Zivag Verwaltungen AG |
| Architektur | Neon Deiss GmbH, Zürich |
| HLK-Planung | BLM Haustechnik AG, Zürich |
| Gerätehersteller | schaerholzbau AG, Altbüron |
| Realisierung | 2023 |
| Fläche | 2’700 m2 |
| Wärmeerzeugung | Fernwärme, 20 kW (bislang 120 kW) |
| Kälteerzeugung | Kälteanlage, 20 kW |
| Fotografie | Peter Tillessen |
Freiliegende Gebäudemasse
Die abgehängten Decken wurden entfernt. In Kombination mit einem konvektiven Heiz- und Kühlsystem, ist freiliegende, "sichtbare" Gebäudemasse ein wichtiges dämpfendes Element und sorgt für ein angenehmes Raumklima.
Fotografie: Peter Tillessen
Brüstungskonvektoren
Die Büroräumlichkeiten werden über Brüstungskonvektoren, welche unterhalb der Fenster platziert sind geheizt und gekühlt.
Fotografie: Peter Tillessen
Sitzbänke die Heizen und Kühlen
Im Aufenthaltsbereich wurden Konvektoren in Form von Sitzbänken ausgestaltet.
Multifunktionelle Ablage
Im Eingangsbereich dienen niedere Konvektoren als Ablage oder als Sitzgelegenheit.
Verbundlüftung
Die Belüftung der einzelnen Räume erfolgt vom Korridor her über Verbundlüftelemente neben der Tür.
Fotografie: Peter Tillessen
Abluft
Die Abluft wird mittels Überströmer über die Toilettenrämlichkeiten abgeführt.
Fotografie: Peter Tillessen
Weitere Impressionen
Empfangshalle mit Beratungsschaltern
Fotografie: Peter Tillessen
Besseres Raumklima und tieferer Energiebedarf
Die bei der Sanierung 2014 errichtete Glasfassade verschlechterte das sommerliche Raumklima markant. Durch die von Plan-K implementierten Massnahmen wie Aktivieren der Gebäudemasse durch Deckenfreilegung und aktives Kühlen über Konvektoren konnte dies markant verbessert werden. Trotz zusätzlicher Kühlung sank der Energieverbrauch insgesamt erheblich. Die Anschlussleistung der Fernwärme konnte von 120 kW auf 20 kW reduziert werden.