Gebäude und Technik wirken als System zusammen

Prinzip

So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Unser Ziel sind Gebäude, die dank einer ganzheitlichen Konzeption mit möglichst wenig, sinnvoll eingesetzter Technik auskommen. Der leitende Gedanke ist nicht Lowtech, sondern Komfort – realisiert mit natürlichen Wirkungsprinzipien und einfacher Technik. Das Gebäude übernimmt den Hauptanteil der Arbeit, die Technik sorgt für die Feinjustierung. Die Räume werden mit Klimakonvektoren sanft über die Luft konditioniert; dadurch kann die Gebäudemasse wirksam als Kurzzeitspeicher genutzt werden. Die Lüftung erfolgt über ein Verbundlüftungssystem ohne horizontale Luftverteilung. Die Wärme wird mit hocheffizienten Niederhub-Wärmepumpen erzeugt, die Kühlung erfolgt über Free Cooling. 

Speichermasse Klimakonvektoren zum Heizen und Kühlen Verbundlüftung: Korridore als Lungen des Gebäudes Niederhub-Wärmepumpe

Speichermasse

Das Gebäude braucht eine angemessen gedämmte Hülle und im Innern wirksame Speichermasse, welche die Räume thermisch resilient macht. Die Masse sollte "sichtbar" sein und nicht durch Konstruktionen wie heruntergehängte Decken vom Raum entkoppelt sein.
In Kombination mit konvektiver Wärme- oder Kälteabgabe entfaltet sie ihre volle Wirksamkeit. Das Gebäude wird so zu einer "Wärmebatterie", welche die Wärme bei Bedarf aufnehmen oder abgeben kann.

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Klimakonvektoren zum Heizen und Kühlen

Klimakonvektoren konditionieren den Raum sanft und effizient über die Luft. Die Wärme- und Kälteabgabe erfolgt mit Wassertemperaturen nahe an der Raumtemperatur; typischerweise 26°C zum Heizen und 20°C zum Kühlen. Durch die schnelle Regelbarkeit passen sich die Geräte flexibel dem Bedarf an. Dank der Nutzung der Gebäudemasse als Energiespeicher genügen kleine installierte Leistungen.

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Verbundlüftung: Korridore als Lungen des Gebäudes

Die Verbundlüftung basiert auf dem Verdrängungsprinzip: Frischluft wird als Quellluft in Korridore oder zentrale Bereiche eingebracht. Über Verbundlüfter gelangt sie in die einzelnen Räume – horizontale Kanäle sind nicht nötig. Die verbrauchte Luft strömt zurück und wird in Bereichen mit belasteter Luft abgesaugt. Dank hoher Lüftungseffizienz wird mit kleinen Luftmengen eine gute Luftqualität erreicht.

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Niederhub-Wärmepumpe

Die konstant niedrigen Vorlauftemperaturen von rund 26 °C schaffen ideale Voraussetzungen für den Einsatz von Wärmepumpen. Durch den kleinen Temperaturhub von Quelle zu Senke können diese sehr effizient arbeiten. Speziell optimierte Niederhub-Wärmepumpen erreichen COP-Werte von 10 und mehr. Als Wärmequelle dienen vorzugsweise das Erdreich oder Grundwasser. Das Kühlwasser wird vollständig über Free Cooling bereitgestellt – ohne zusätzliche Kälteanlage.

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Einfachheit ist das Credo

Einfache und resiliente Systeme sind das Credo. Wir machen die Gebäudetechnik so einfach wie möglich: Was keinen wesentlichen Beitrag zum Komfort oder zur Effizienz leistet, wird weggelassen. Dadurch reduzieren sich Materialeinsatz und Komplexität, während Robustheit, Betriebssicherheit und Wartungsfreundlichkeit steigen.

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Gebäude dieser Art benötigen einen Bruchteil der Energie im Vergleich zu Standard-Gebäuden. Das Lowtech-System ist einfach im Aufbau, einfach zu verstehen und zu bedienen, praktisch wartungsfrei und bietet eine hohe Flexibilität. Gebäude dieser Art erfreuen sich einer hohen Nutzerzufriedenheit. Die Investitions- und Betriebskosten liegen deutlich unter denjenigen von Standardgebäuden.  

Klimakonvektoren

Heizen und Kühlen über die Luft

Die Klimakonvektoren konditionieren die Räume sanft über die Luft. Mit den Geräten wird sowohl geheizt als auch gekühlt, wodurch für die Kühlung praktisch keine Mehrinvestitionen entstehen. Die Konvektoren lassen sich vielfältig in die Innenarchitektur integrieren – von Brüstungen über Sitzbänke bis hin zu Möbeln oder Speziallösungen. Gestaltung und Auslegung erfolgen projektspezifisch und werden auf Architektur, Nutzung sowie thermische Anforderungen abgestimmt.

Sitzbänke Kachelofen 2.0 Möbelintegrierte Geräte Tower Spezialgeräte - z.B. für Kirchen

Brüstungsgeräte

Die häufigste Form sind Brüstungsgeräte entlang der Fassade, insbesondere in Büro- und Gewerbebauten oder Schulen. Durchgehende Brüstungsverkleidungen vereinfachen die hydraulische und elektrische Erschliessung. Gleichzeitig entsteht eine funktionale Ablagefläche – oder in Schulen Arbeitsflächen entlang der Fensterfassade.

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Sitzbänke

Klimakonvektoren können auch als Sitzbänke gestaltet werden. Wie bei Brüstungsgeräten sind Wasserverteilung, Elektro- und IT-Erschliessung kompakt integriert. Dadurch entstehen multifunktionale Elemente, welche Technik, Möblierung und Aufenthaltsqualität sinnvoll miteinander verbinden.

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Kachelofen 2.0

Beim «Kachelofen 2.0» wird die ganze Wohnung über ein zentrales Element geheizt, gekühlt und belüftet. Der Konvektor befindet sich in der Decke der Nasszelle. Die Raumluft strömt oberhalb der Badezimmertüre in das Gerät, wird dort konditioniert und anschliessend über Schlitze in den Küchenmöbeln zurück in den Wohnraum geführt.

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Möbelintegrierte Geräte

Klimakonvektoren können in Schränke, Garderoben, Sideboards oder Büchergestelle integriert werden. Dadurch bleibt die Technik im Hintergrund und wird Teil der Innenarchitektur. Das gezeigte Altstadthaus (Baujahr 1738) verfügt pro Geschoss über einen Klimakonvektor zum Heizen und Kühlen – jeweils integriert in ein Büchergestell.

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Tower

Klimakonvektoren können auch als freistehende Geräte («Tower») ausgeführt werden. Sie eignen sich insbesondere für die Nachrüstung bestehender Gebäude mit Kühlung. In Alters- und Pflegezentren ermöglichen Tower-Geräte eine effiziente und zugfreie Kühlung von Aufenthaltsbereichen bei geringem baulichem Eingriff.

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Spezialgeräte - z.B. für Kirchen

Für besondere Raumsituationen oder denkmalgeschützte Gebäude werden Spezialgeräte entwickelt. In Kirchen können Klimakonvektoren beispielsweise unsichtbar in Sitzbänke integriert werden. Die Geräte bleiben optisch und akustisch unauffällig und ermöglichen mit wenigen, gezielt angeordneten Elementen eine effiziente Temperierung grosser Räume.

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Die Geräte arbeiten mit raumnahen Wassertemperaturen, typischerweise 26°C zum Heizen und 20°C zum Kühlen. Daher ist das System zu einem hohen Grad selbst regulierend. Durch die schnelle Regelbarkeit passen sich die Geräte sehr gut der Nutzung an und reduzieren dadurch den Heizwärmebedarf und erhöhen den Komfort. Auch die Investitionskosten sind tief, da die installierte Heizleistung wesentlich unter derjenigen von konventionellen Systemen liegt. 

 

Verbundlüftung

Lüften ohne Lüftungskanäle

Die Lüftung erfolgt nach dem Verdrängungsprinzip (Quelllüftung). Die Frischluft wird zentral in Korridore oder zentrale Bereiche eingebracht und über Verbundlüfter in Türen oder Wänden in die einzelnen Räume geführt. Die verbrauchte Luft strömt zurück und wird in Bereichen mit belasteter Luft (z.B. Nasszellen) abgesaugt. 

Freie Decken Türverbundlüfter Wandverbundlüfter Wandverbundlüfter

Quelluftauslass

Frischluft wird als Quellluft in Korridore oder zentrale Bereiche eingebracht – horizontale Lüftungskanäle entfallen. Der Korridor dient als Luftkanal. Da die Frischluft etwas kühler ist als die Raumluft, breitet sie sich frei in Bodennähe aus. Dadurch entsteht eine stabile und zugfreie Luftströmung.

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Freie Decken

Der Verzicht auf horizontale Lüftungskanäle verhindert den Verlust an Raumhöhe. Die Decken bleiben frei von sichtbarer Technik und die volle Raumhöhe erhalten. Dies verbessert insbesondere in Bestandsbauten mit geringer lichter Höhe das Raumempfinden und schafft flexible, architektonisch hochwertige Räume.

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Türverbundlüfter

Verbundlüfter sorgen für den Luftaustausch zwischen Korridoren und Räumen. Für kleinere Räume werden sie direkt in das Türblatt integriert. Die Abluft wird aktiv aus dem Raum abgeführt, während die Frischluft bodennah passiv nachströmt. Die einfache Integration ermöglicht eine hohe Flexibilität für spätere Anpassungen der Raumeinteilung.

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Wandverbundlüfter

Wenn die aktiven Elemente nicht im Türblatt integriert werden sollen, gibt es auch die Möglichkeit, diese neben bzw. über der Türe, oder in der Wand zu platzieren.

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Wandverbundlüfter

Wenn die aktiven Elemente nicht im Türblatt integriert werden sollen, gibt es auch die Möglichkeit, diese neben bzw. über der Türe, oder in der Wand zu platzieren.

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Die Verbundlüftung ist einfach, platzsparend und sehr flexibel bezüglich Raumeinteilung. Sie erreicht eine hohe Luftqualität bei sehr geringem Energieverbrauch sowie deutlich tieferen Investitions- und Betriebskosten als konventionelle Lüftungssysteme. 

Wärmepumpen

Hocheffiziente Niederhub-Wärmepumpen

Dank der niedrigen Vorlauftemperatur von rund 26 °C ist der Temperaturhub klein – ideale Voraussetzungen für den effizienten Einsatz von Wärmepumpen. Speziell optimierte Niederhub-Wärmepumpen erreichen unter diesen Bedingungen COP-Werte von 10 und mehr. Als Wärmequelle dienen idealerweise Erdreich oder Grundwasser. Die Kühlung erfolgt vollständig über Free Cooling; eine Kälteanlage ist nicht erforderlich. Das Erdreich wird im Sommer durch die Gebäudekühlung regeneriert und wirkt über die Heizsaison hinweg als saisonaler Energiespeicher. Dies erhöht die Effizienz zusätzlich.

Niederhub-Wärmepumpe Betriebscharakteristik Einfache Einbindung und Regelung Effizienz Kälteerzeugung durch Free Cooling

Niederhub-Wärmepumpe

Die Wärmepumpe der BMS Energietechnik AG ist speziell für kleine Temperaturhübe ausgelegt und erreicht eine hohe Energieeffizienz. Sie verfügt über einen effizienten, leistungsgeregelten Scrollverdichter sowie für den Niederhub-Betrieb optimierte Komponenten.

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Betriebscharakteristik

Moderne Scrollkompressoren verfügen über einen weiten Regelbereich. Die Wärmepumpe wird so ausgelegt, dass sie unter den häufigsten Betriebsbedingungen die höchste Effizienz erreicht. Dadurch werden während vieler Betriebsstunden COP-Werte von 10 und mehr erzielt.

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Einfache Einbindung und Regelung

Die Wärme- und Kälteverteilung erfolgt über ein einfaches Change-Over-System. Die Wärmepumpe hält im Heizbetrieb eine konstante Vorlauftemperatur von 26 °C. Im Kühlbetrieb wird die Vorlauftemperatur von 20 °C über eine Beimischschaltung geregelt. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt separat.

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Effizienz

Die Niederhub-Wärmepumpe eines Büro- und Gewerbegebäudes in St. Gallen erreicht bei den häufigsten Betriebsbedingungen COP-Werte von über 10. An einem typischen Wintertag werden mit der Leistung einer alten 40-W-Glühbirne rund 100 m² Gebäudefläche beheizt – inklusive Wärmepumpe, Pumpen und Ventilatoren.

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Kälteerzeugung durch Free Cooling

Die Kühlenergie wird vollständig durch Regeneration des Erdreichs oder durch Grundwassernutzung bereitgestellt. In der Heizsaison sinken die Temperaturen infolge Wärmeentzugs aus dem Erdreich; im Sommer wird dieses durch die Gebäudekühlung regeneriert. Am Ende der Kühlsaison liegt die Wasseraustrittstemperatur bei rund 18 °C.

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Plan-K AG
Flurweg 2A
CH-5034 Suhr

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